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Große Autoren – Prinzessin Marthe Bibesc(u)o 1

6.1.13. 1

Heute stellen wir Ihnen die rumänisch-französische Schriftstellerin Prinzessin Marthe Bibesc(u)o vor. Sie schrieb primär in Französisch und war vor allem in Frankreich und Belgien hochangesehen, mittels Übersetzungen teilweise auch im englischen Sprachraum. Ihre Berührung mit dem deutschen Kulturraum entspringt aus der Beziehung zu Kronprinz Wilhelm, genannt auch III., dem ältesten Sohn Kaiser Wilhelms II., den sie beinah geheiratet hätte. Es kam jedoch nicht so weit. Verliebt blieben sie dennoch lebenslang. Nachdem ihre Beziehung in den Jahren des Ersten Weltkrieges abbrach, trafen sie sich erneut 1938, als Marthe Bibesco Berlin besuchte und dabei auch den inzwischen mit Prinzessin Cecilie verheirateten Kronprinz Wilhelm in Potsdam. Diese Episode wird im Buch „Berliner Tagebuch ’38“ (Lektor Verlag, 63512 Hainburg, ISBN 9783941866003) ausgiebig dargestellt. Der Herausgeber dieses Buches, der rumänische Literaturkritiker Dumitru Hîncu, entdeckte beim Durchforsten Bukarester Archive Martha Bibescus Tagebuch mit sämtlichen Notizen dieser interessanten Reise. Das Buch enthält auch eine der wohl letzten authentischen Beschreibungen des Göringschen Landsitzes Karinhall in der Schorfheide im Barnimer Land, zwischen dem Großdöllnersee und dem Wuckersee, den sie mit ihrem Mann, Prinz George Valentin Bibescu, damals auch besuchte. Karinhall wurde von Architekten Werner March, Erbauer des Berliner Olympiastadions, erbaut und später von Friedrich Hetzelt fertiggestellt. Noch vor dem Eindringen der Roten Armee wurde er auf Görings eigenen Befehl gesprengt.

Beim nächsten Mal mehr dazu …

Don Vio

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