Skip to content

Aus aktuellem Anlaß: der russische Imperialismus!

März 2014

Lieber Leser,

aus aktuellem Anlaß möchte ich ein paar Zeilen über die politische Entwicklung im Osten Europas schreiben.

Auch empfehle ich den äußerst aktuellen Titel „Averescu – Marschall, Politiker, Legende„, von Prof. Petre Otu (Lektor Verlag, 63512 Hainburg, ISBN 9783941866027). Hieraus kann man sich ein sehr gutes Bild über den russischen Imperialismus machen und viele der heutigen Entwicklungen auf der Krim und auch sonstwo im Osten Europas gut oder ggf. besser verstehen. Das Selbe gilt auch für den Ersten Weltkrieg insgesamt.

Nach dem katastrophalen geopolitischen Fehler von Versailles – gemeint ist die Abschaffung des K.u.K. Reiches – der aus lauter blindem Haß gegen allem was Deutsch war zustande kam (primär unter der Leitung Clemenceaus, genannt auch der „Tiger“, Arzt und Schriftsteller, sozialistischer Politiker) ergab sich ein machtpolitisches Vacuum zwischen Deutschland und Russland (UdSSR). Das machte ja auch erst den Zweiten Weltkrieg überhaupt möglich. Es entstanden faktisch über Nacht zahlreiche kleine Länder, die weder der einen noch der anderen Seite effizient widerstehen konnten und dementsprechend auch Opfer der einen oder anderen Aggression wurden. Diese Länder wurden am grünen Tisch gebildet und anschließend völlig alleine gelassen. Sie waren mit den neu entstandenen Realitäten glatt überfodert, konnten kaum zu Recht kommen und entpuppten sich daher auch als leichte Beute für den einen oder anderen der zwei großen Nachbarn. Hier reiht sich auch der heutige Fall der Ukraine ein. So gesehen haben alle diese Länder als Nachbarn – eigentlich – Deutschland und Russland und nicht unbedingt die anderen, tatsächlich angrezenden jeweiligen kleineren Staaten, die geopolitisch wenig ausmachen.

Für diese Staaten gibt es außenpolitisch eigentlich NUR die Wahl Westen also Deutschland in erster Linie, oder Osten also Russland. Alles andere ist Illusion.

Ich denke dabei auch an Kurt von Hammerstein-Equords Spruch, der zutreffend meinte, dass solange der Westen Deutschland keine Gleichberechtigung bietet – und dies ist nach wie vor nicht der Fall – dieses Land letztendlich mit den Russen gehen, sich mit ihnen arrangieren wird. So ergibt sich erneut die in der Zwischenzeit, 1939 bis heute, noch nie dagewesene Aktualität des Ribbentropp-Molotow Paktes. Die heutige Ukraine ist auch ein Produkt dieses Paktes. Die baltischen Staaten sind zwar frei aber wieder bedroht, Polen wurde westlich versetzt zu Ungunsten Deutschlands und erhielt als Ostgrenze die alte Curzon-Linie, und für Rumänien ist der Pakt bis heute – warum auch immer – unverändert gültig, obwohl ihn sogar Gorbatchiov 1991, als die UdSSR zusammenbrach, für Null und Nichtig erklärt hatte. Die heutige Ukraine enthält ehemals rumänische Gebiete, die ihr 1991 nach dem Zussammenbruch der UdSSR in den Schoß „fielen“ und die sie nicht bereit ist zurückzugeben. Stattdessen fand und findet dort die schlimmste ethnische Säuberung des rumänischen Elementes statt – von der Zerstörung der Friedhöfe bis zur Zerstörung der Lebensspuren des rumänischen Nationaldichters Mihai Eminescu und so weiter und so fort. Darüber redet aber niemand!!! Die heutige Ukraine enthält auch österreichische, ungarische, polnische, slowakische Gebiete. Auch sind die Ukrainer extrem nationalistisch eingestellt (man erinnere sich an Bab-i-Jar, an Simon Petlura und Vergleichbares). Auch russische Territorien, so die Krim, sind Teil der heutigen Ukraine – mittlerweile wohl nicht mehr ….Es war eigentlich klar, dass irgendwann eine größere Erschütterung kommen würde.

Wie uns Cioran schon lange vorher sagte, sollte man immer bedenken wie WEIT eigentlich der russische Grenzsoldat blickt und denkt, was er für Vorstellungen eigentlich hat, wenn er, Wache stehend an der russischen Grenze, in die Ferne schaut …

So auch heute. Nun war natürlich die Krim schon immer russisch und wird es wohl wieder werden. Kein westlicher Soldat wird für die Krim sterben wollen, geschweige denn es auch tatsächlich tun … Und das bisherige (11. März 14.00 Uhr) westliche „Engagement“ in dieser Angelegenheit zeigt uns das besser als alles andere. Allerdings würde das einen Präzedenzfall bilden, der dann immer wieder benutzt werden konnte.

Auch sollte man an die westlichen wie russischen Garantien erinnern, die man der Ukraine gab, als man sie gleichzeitig unter starkem Druck setzte, ihre Atomwaffen (zur Zeit des Zusammenbruchs der UdSSR drittgrößte Atommacht weltweit) an Russland abzugeben bei im Gegenzug angebotenen Garantien für die territoriale Unversehrtheit … Von diesem Vertrag bleibt wohl nicht mehr viel übrig … mindestens bis jetzt.

Wir warten mit Spannung auf die weitere Entwicklung, es grüßt Euch alle herzlich, Don Vio.

Copyright (R) Viorel Bucur (Privatdenker)

April 2014

Liebe Freunde,

in der Ukraine geht es munter weiter. Weise und weit voraussehend war doch Friedrich der Große als er das Aufkommen Russlands als zukünftige Großmacht und zentraler Spieler in der europäischen Politik – zu Ungunsten Schwedens – allmählich entstehen sah. Der russische Imperialismus, der charakteristisch immer rein militärischer Natur ist, entfaltet sich also erneut schrittweise. In irgendeiner Form wird man wohl die heutige Ukraine, die keinem Bündnis angehört, also vogelfrei da steht, mit westlicher Zustimmung, also in erster Linie Zustimmung der imperialen Republik USA, auseinandernehmen. Ein anderer sehr wichtiger Spieler sitzt jedoch am Tisch und zwar die Türkei. Wir haben aus der Türkei bisher kaum etwas bezüglich dieser Krise gehört außer der ausgesprochenen „Sorge“ um die Krimtataren. Wird die Türkei eine deutliche Ausweitung der Schwarzmeerküste zu Gunsten Russlands ohne Weiteres hinnehmen? Dies könnte das Gleichgewicht im Schwarzen Meer empfindlich kippen und die Gefahr für die Meeresengen deutlich erhöhen.

Im Gegensatz also zum finanziellen Imperialismus der USA (man bedenke doch was alles im Iran 1979 passierte, ein doch so großes und wichtiges Land, eine große alte Kultur, wie der Shah gleich einer heißen Kartoffel fallen gelassen wurde und Khomeini erlaubt wurde alles zu übernehmen bloß wegen der Spiele mit dem Ölpreis), ist der russische Imperialismus also immer militärischer Natur. So durften beispielsweise nach dem Zweiten Weltkrieg Offiziere der Roten Armee in den besetzten Ländern nicht mit Intellektuellen des gegebenen Landes verkehren aus Angst vor ideologischer Kontamination. Vor allem die eher gebildeten Offiziere wurden umgehend versetzt sobald man erfuhr, dass sie irgendwie mit gebildeten Leuten aus der Gesellschaft des besetzten Landes verkehrten oder sich mit diesen besser verstanden, etwas was nicht selten vorkam. Die Rote Armee war ja voller Spitzel, die möglichst alles beobachteten und weiterberichteten. Der Spitzel, also der Drecksack unter den Menschen, bildete ja die Hauptstütze des kommunistischen Systems. Anders hätte ja alles gar nicht funktionnieren können. Auch die deutsche Wiedervereinigung gestaltete sich aus genau diesem Grund doch so mühsam. Im Osten war die Bestazungsmacht eine rein militärische, im Westen dagegen eine rein finanzielle. Zwei Welten stießen 1990 aufeinander. Die Ossies sahen diesen historischen Akt als eine authentische Vereinigung des Vaterlandes und glaubten sogar daran (Hut ab!) während die Wessies in der DDR einen neuen Markt, in dem sich gut aber vor allem schnell und viel verdienen ließe, erblickten. Man konnte dort groß absetzen … Die schnelle Mark (abgeleitet vom schnellen Dollar – „the fast buck“) sollte her. Die Überbrückung solcher fundamentaler Gegensätze braucht eben seine Zeit.

So gesehen müßte man die Spuren der Franzosen, Engländer oder die der Italiener regelrecht küssen, wenn man bedenkt, dass diese Imperialismen eher kultureller Natur sind und meistens doch irgendetwas nützliches in den Ländern, in denen sie residierten, hinterlassen haben: entweder gebildete lokale Eliten, neue Universitäten oder sonstige nützliche und sinnvolle Lebensgewohnheiten. Man bedenke doch, dass es weltweit kaum einen Haushalt gibt in dem es an Nudeln, Campari, Armani oder einem Ferrari-Aufkleber mit dem springenden schwarzen Rappen fehlt und man wird nun die doch ungeheure Kraft der Italiener verstehen … Sie kommen nicht mit Panzern und Geheimdienste herein sondern mit (großartiger) Kultur … So auch die Franzosen und die Engländer. Über die Deutschen sprechen wir nächstes Mal.

Das war’s mal wieder für heute, es grüßt Euch alle herzlich, bis zum nächsten mal, Don Vio. Copyright (R) – Viorel V. Bucur – Privatdenker

Juli 2014

Nun, liebe Freunde, geht es in der Ukraine immer munterer vor. Es stellt sich die berechtigte Frage ob der, der die BUK-Rakete bediente, nicht gerade besoffen war … Dass es ein russischer Offizier sein musste steht, für uns mindestens, allein schon wegen der Qualifikation, außer Frage.

Die Europäer, in erster Linie die Deutschen und die Franzosen, sind nun gefragt: wird die Feigheit wieder siegen und wird man weiterhin „business as usual“ mit Russland betreiben oder wird man sich doch noch zusammenraffen und mit den Amerikanern gemeinsam eine härtere „westliche“ Gangarten wählen?

Unausweichlich wird man dabei an den großen westlichen (anglo-amerikansichen) Verrat des Jahres 1945 erinnert, als man der UdSSR für gut 50 Jahre halb Europa als Frass abtrat … Was folgte, wissen wir alle nur zu gut.

Die gegenwärtig führenden Eliten Russlands stammen alle aus der vorherigen Epoche, also der UdSSR, und sie können nur in Kategorien des Kalten Krieges denken. Sie wurden so gebildet und geformt. So auch ihr Anführer. Aus diesem Grund passt auch dieses Verhalten nicht mehr in der heutigen Zeit und eckt überall an.

Wir sagen hierbei einen großen, regionalen Krieg voraus, auf „subnukleärem“ Niveau wie es Dürrenmatt zutreffend formulierte, der letztendlich zu einer umfangreichen und in sämtlichen Richtungen führenden Grenzverschiebung bzw. Grenzveränderung führen wird. Kein Stein wird unberührt belassen werden! Nichts wird mehr sein wie vorher bzw. wie jetzt. Die Ukraine hat viele offene Rechnungen mit ihren Nachbarn … Es geht ja nicht nur um die Krim, sondern um viel mehr. Daher …. ist die Stunde der Abrechnung wohl gekommen.

Für heute nur so viel.

Es grüßt Euch alle herzlich, bis zum nächsten mal, Don Vio.

Copyright (R) – Viorel V. Bucur – Privatdenker

November 2014

Liebe Freunde,

einmal mehr bewahrheitet sich das berechtigte, tiefe Mißtrauen Russland gegenüber! Es wurde verhandelt, taktiert, gesprochen – alles brachte nichts. Dieses Land zieht seinen ursprünglichen Plan, die Ukraine wohl auseinanderzunehmen und nach eigenem Gutdünken neuzuordnen, brav durch, und niemand muckt! Sagte uns doch Mao, dass die Amerikaner in der Sache bloß ein Papiertiger seien …

Wir haben November und in der Ukraine geht es hoch her, als ob nichts zwischendurch passiert sei. Das abgeschoßene Flugzeug haben auch (fast) alle vergeßen. Vielmehr wagt sich Russland wesentlich weiter und versucht mittels verschiedener gewagter und kostspieliger (Luft)Manöver den Westen bis hin zur Atlantikküste (Portugal) einzuschüchtern. Wie weit wird es gehen? Wie weit wird man das noch zulassen? Werden die Russen, in einem zweiten, größeren Schritt, nach dem Osten der Ukraine die ganze ukrainische Schwarzmeerküste bis nach Bessarabien hin einzunehmen versuchen, einschließlich der südlichen Hälfte dieses Landes, also eine ordentliche Scheibe herausschneiden? Das würde das strategische Gleichgewicht im Schwarzen Meer empfindlich stören und die Türkei auf dem Plan rufen. Die nächsten zwei Jahre sind äußerst wichtig, denn der amerikanische Präsident ist ein „lame duck“, seine Handlungsfähigkeit somit eingeschränkt, sein Wort bloß eine Hülse.

Da es die Amerikaner wiederholt glatt abgelehnt haben, der Ukraine schlagkräftige, moderne Waffen zu liefern, auch wenn nur zur reinen Verteidigung, scheint es dass die Karten bereits gelegt wurden, schon etwas länger her, wohl schon gleich nach Beginn der Aggression, als Großbritannien und die USA die Entsendung von Militär ablehnten und öffentlich wiederholt erklärten, trotz bestehender Verträge (!!!), dass nichts passieren wird und dass es keine militärische Intervention seitens des Westens geben wird – territoriale Integrität der Ukraine hin oder her. Das war schon der Freischein für Putin. Was für katastrophaler politischer Fehler! Es stimmt, Obama versteht Europa nicht, das kann er gar nicht. Die Ukraine ist somit, faktisch, den Russen übergeben worden. Wir wissen nur zu gut, dass die Russen keine andere Sprache verstehen und respektieren als die der Gewalt und der Macht. Die ersten Telefonate Obama-Putin durften innerhalb von Minuten alles bis auf Weiteres geklärt haben … Großmachtstatut!

Verträge gelten wohl nichts … sind bloß da, um gebrochen zu werden! Genau wie vor dem Zweiten Weltkrieg.

Für heute nur so viel.

Es grüßt Euch alle herzlich, bis zum nächsten mal, Don Vio.

Copyright (R) – Viorel V. Bucur – Privatdenker

März 2015

Liebe Freunde,

der kalte Krieger Putin schlägt weiter zu. Wie Recht doch der ehemalige amerikanische Topgeneral Wesley Clark hatte: wir sind im XXI. Jahrhundert und Putin und die Seinen denken wie die kalten Krieger des XX. Jahrhunderts! Alte Kader, eben … Nun peilt er Moldawien an. Niemand sagt aber die Wahrheit und zwar, dass Moldawien völkerrechtlich annerkannter Bestandtteil Rumäniens war und durch den Ribbentropp-Molotow Pakt gewaltsam und nach unvorstellbaren Grausamkeiten und regelrechtem Völkermord an den dort lebenden Rumänen, 1940, abgezweigt und von der UdSSR annektiert wurde!! Das war der faktische Beginn des Zweiten Weltkriegs. Dazu gehörten noch die Annexion der baltischen Staaten, die Teilung Polens sowie die Annexion der Schlageninsel (ursprünglicher Grabort Achilles in der Antike) in der Donaumündung und der Herta Region, beide ebenfalls vorher Rumänien zugehörig.

Auch heute, nach all‘ den ethnischen Säuberungen der Stalinzeit und danach, spricht die große Mehrheit der Bevölkerung immer noch unbeirrt rumänisch. Leider stehen der natürlichen Wiedervereinigung mit Rumänien zusätzliche geostrategische Interessen im Weg, also nicht nur russische sondern auch deutsche und englische. Denn die Engländer wurden vorher, 1940, gefragt und stimmten – damals aus anderen Gründen – dem Ribbentropp-Molotow Pakt zu, um 1941 der Annexion Besssarabiens durch die UdSSR endgültig zuzustimmen. Vermutlich bis heute noch … Die Provinz wurde durch die kriminelle stalinistische Politik zerstückelt. Der untere Teil am Schwarzen Meer gehört heute zur Ukraine, während dieses ominöse Transnistrien nie in der Geschichte zu Bessarabien und zu Rumänien gehörte. Diesen Fleck will in Rumänien und Bessarabien auch niemand haben. Dort stehen, seit dem Zusammenbruch der UdSSR, weiterhin Einheiten der ehemaligen Roten Armee, die jetzt plötzlich von großer Bedeutung sind. Trotz amerikanischen Drucks und entsprechender Zusagen, die noch zu Clintons Zeit gemacht und auch damals geglaubt (!!!) wurden, wurde seitens Russlands kein einziger Soldat abgezogen!!! Einmal mehr stellt man fest, dass die Amerikaner Europa nicht verstehen …

In Russland selbst verroht das Klima zunehmend. Die Ermordung Boris Nemzows, der auch noch judischer Herkunft war, wirft große Fragezeichen für die Zukunft auf. Demokratie ist noch lange in Russland nicht zu finden … Vielleicht wird Demokratie in diesem Land erst gar nicht erwünscht. Der russiche Imperialismus, der größte und stärkste der Welt, schwitzt eben sämtliche Poren einmal mehr durch …

Finland, ebenfalls Frontland neben den Balten, Polen und Rumänien, wird wohl verschont bleiben. Man hat es dort verstanden, der NATO-Versuchung zu widerstehen und nicht beizutreten sondern nur der EU, um Russland nicht zu reizen.

Österreich, von den Amerikanern zu Clintons Zeit in die NATO eingeladen wohl bemerkt, lehnte ebenfalls ab. Man kann es sich ja leisten. Geostrategisch ist ja Österreich ein völlig unbedeutendes Land, wie Tschechien, die Slowakei oder auch Ungarn. Nicht nur könnten diese Länder keinen Krieg aus eigener Kraft entfachen, aber sie liegen weit zurück. Bevor man sie erreichen könnte, müßte man erst die oben erwähnten Frontstaaten überrumpeln. Man sieht, dass in der Tat, Europa in Rumänien und Bessarabien, Baltikum, Polen und Finland verteidigt wird.

Nur so viel für heute, es grüßt Euch Don Vio

Copyright (R) – Viorel V. Bucur – Privatdenker

Mai 2015

Liebe Freunde,

in der Ukraine braut sich weiter ein ungesundes Gemisch zusammen. Die Bewaffnung der Separatisten geht munter weiter, man „stabilisiert“ offenbar geduldig die Errungenschaften, sowie man auf der Krim nicht nur eine Brücke über die Mündung zum Asow’eschen Meer baut, sondern dort auch massiv ethnisch säubert und militärisch aufrüstet. Gerüchte machen die Runde, die Dobrudja (also Rumänien) und Estland würden als „schwache, weiche“ Ziele an der langgestreckten NATO-Ostfront folgen. Nicht umsonst verlangten gerade die Balten die Stationierung großer Einheiten auf ihrem Gebiet, als Abschreckung für den gegebenen Fall. Der Westen zögert bisher, man scheint noch auf Taktik und Diplomatie, auf „deals“ im Hinterkämmerchen mit Russland zu setzen. Hilfe für die Ukraine selbst tropft bloß hin … Nichts Entscheidendes, Wertvolles geht dahin!

Ein Angriff auf die Dobrudja, nicht nur geostrategisch aber auch archäologisch-wissenschaftlich und historisch eine äußerst bedeutende Region, und der Versuch diese Provinz entlang eines der Donauarme vom rumänischen Hauptland zu entkoppeln, hätte jedoch, rein geostrategisch gesehen, einen völlig anderen Wert. Die eminent wichtige Donaumündung und die Eroberung weiterer Teile der westlichen Schwarzmeerküste würden das strategische Gleichgewicht im Schwarzen Meer entscheidend kippen. Die Türkei wäre auch dadurch direkt gefordert. Über die Donau könnte Russland schnell den Anschluß an Serbien wieder finden, der durch den Beitritt Rumäniens zur NATO auf Land schmerzlich unterbrochen wurde. Rumänien als Staatsgebilde wäre, wie 1940 in anderer Konstellation, existentiell direkt bedroht. Putins Besuch in Budapest vor ein paar Wochen besagt in DIESEM Zusammenhang auch nichts gutes. Wann und warum besucht denn der Staatschef einer Großmacht ein so kleines und unbedeutendes Land wie Ungarn? Es stellt sich nun die zentrale Frage, ob die Anglo-Amerikaner die Rumänen (und auch die Bulgaren) ein Mal mehr, wie 1945, den Russen als verhandelbare Masse „verkaufen“ oder ob sie sie doch aufrichtig verteidigen werden, ggf. mit mehr als Floskeln und leere Versprechungen. Davon hatte man dort in der Vergangenheit wahrlich genug …

Ebenfalls über die Donau könnten die Russen schnell Zentraleuropa erreichen. Man erinnere sich an die Besetzung von Paris durch die Vikinger (Normannen), die entlang der Seine bis ins Herz des Landes eindrangen …

Ausdrücklich zu begrüßen sind die neuen Gesetze, die in der Ukraine eben verabschiedet wurden und die endlich mit dem Bolschewismus und Kommunismus in diesem Land, wie in den Baltischen Staaten, ein für alle Mal Schluß machen.

Wir lassen uns mal überraschen!

Nur so viel für heute, es grüßt Euch Don Vio

Copyright (R) – Viorel V. Bucur – Privatdenker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Comments

  1. I hope your knowledge goes viral so a lot of people can see what the real problems are in this problem.

    • vBucur vBucur

      so do I, thanks, don vio

Comments are closed.